Theresienkapelle Retten

Das Theresienkrankenhaus (TKH) wird erweitert, deshalb soll die 1929 geweihte Theresienkapelle Ende 2016 abgerissen werden. Durch die Verschiebung auf das stadteigene Grundstück Bassermann-straße 28 (Unterer Luisenpark) kann das einmalige Denkmal und Gotteshaus erhalten bleiben und die TKH-Erweiterung erfährt keine Einschränkungen.
Diese Lösung ist in den letzten vier Jahren detailliert geplant und kalkuliert worden. Der Stadt Mannheim entstehen keine Kosten außer der Grundstücksbereitstellung. [Konzept GR-PDF-16-05-18 (3 Seiten) und Arbeitspapier AP15-PDF-15-08-31 (61 Seiten) werden per E-Mail zugesandt].

Stadtplanung Schwetzingerstadt/Oststadt

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Neuigkeiten des Autors

Friedrich Meißer

07.08.2016

Antwort zur Informationsvorlage die die Verwaltung auf die IP gestellt hat.
Dezernat V Az. 67.12.10 Datum 24.06.2014 Nr. V361/2014
Betreff: Translokation der Theresienkapelle in den Unteren Luisenpark Hier Bewertung des Eingriffs in den Baumbestand des Gartendenkmals.
Betrifft Antrag/Anfrage Nr. Antragsteller/in:
X nur zum Versand an die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Technik
Kommentare und Änderungen integriert:

1. Alle Ausführungsvarianten, die nichts mit der Translokation der Kapelle - unter Beibehaltung der Sichtachse - zu tun haben, werden nicht diskutiert (z. B. ein Abriss der Kapelle und anschließenden Wiederaufbau an einer anderen Stelle. Diese Lösung kostet ein Mehrfaches und der historische Bezug entfällt).
2. Alle seit dem 24.06.2014 eingeholten Angebote, Gutachten und sonstige Recherchen werden berücksichtigt.

Anlass der Idee der Translokation
Für den baugenehmigten und durch das Land Baden-Württemberg entsprechend geförderten Erweiterungsbau des Theresienkrankenhauses, dessen Baubeginn voraussichtlich im nächsten Jahr erfolgen soll, muss die bishe-rige Krankenhauskapelle weichen. Eine Abbruchgenehmigung für die Kapelle wurde bereits vor einigen Jahren im Rahmen eines früheren Verfahrens durch das Regierungspräsidium Karlsruhe erteilt.
Im Zuge des aktuellen Krankenhausbauvorhabens thematisierte eine Bürgerinitiative den Erhalt der Krankenhauskapelle und der Harte Kern der BI gründete auf Initiative von Frau Koch den Verein „Rettung Theresienkapelle e. V.“ am 28.11.2012 mit ca. 20 Mitgliedern. Bei diesem Zusammentreffen wurde die Vorstandschaft festgelegt. Herr Meißer übergab allen Anwesenden sein Arbeitspapier AP 1 vom 09.11.2012, mit der Translokationslösung. Ohne Kenntnis des Autors wurden die wesentlichen Aspekte dieser Unterlage am 05.01.2013 auf Seite 19 im Mannheimer Morgen als Plan B veröffentlicht.
In der Neujahrsbotschaft 2013 schrieb der Vereinsvorsitzende an die Vereinsmitglieder:
„…wenn es sonst keine Chance für den Erhalt der Kapelle am jetzigen Platz geben sollte, ist es eine durchaus attraktive Idee, die … (Kapelle zu translozieren)“.
Bei der 1. Mitgliederversammlung am 25.09.2013 lehnte die Vorstandschaft jegliche finanzielle Verantwortung für den „Plan B“ ab. Deshalb traten Frau Koch und Herr Meißer konsequenterweise aus dem Verein aus und gründeten den AK „Erhalt der Theresienkapelle durch Translokation“.
Für diese Variante einer kompletten Verschiebung der Kapelle in der Längsachse auf die andere Seite der Bassermannstraße ist der AK an die Stadt Mannheim herangetreten, um ein passendes Teilgrundstück aus dem gegenüberliegenden Gartendenkmal Unterer Luisenpark zur Verfügung gestellt zu bekommen. …….
Verschiebung an den Parkrand mit neuem Sockelgeschoss im Park
Städtebaulich ist der Standort denkbar. Die Kapelle hat dann einen Abstand von ca. 4 m zum vorhandenen Fußweg im Park. Die Planung gemäß AP 15 sieht vor, dass nach dem Verschub, die Kapelle um ca. 1,5 m abgesenkt wird. Dadurch ist ein ebenerdiger Zugang von der Bassermannstr. gegeben (Jetziger äußerer Aufgang: 11 Stufen). Die Kapelle entspricht dann in der Bauhöhe dem Nachbargebäude Bassermannstr. 30 a.
Zur Beurteilung des Baumbestandes ist das zur Verfügung gestellte Gutachten von Herrn Dipl.-Biol. Klaus Plessing ö.b.v. SV Bäume, Heidelberg, zu berücksichtigt. Siehe AP 15, S.4 - 20.

Zu den Themen:

Ungeklärte Nachnutzung

Freiraumplanerische Einordnung

Eingriffsbewertung der Translokation hinsichtlich des Baumschutzes

sind in den der IP zur Verfügung gestellten Unterlagen (AP 15-PDF-15-08-31 und Konzept GR-PDF-16-05-18) konkrete Lösungen vorgeschlagen.

Gesamtbewertung des Vorhabens

Im Lichte der neuen Gegebenheiten sollte die Verwaltung ihre „Gesamtbewertung des Vorhabens“ ändern.

Friedrich Meißer

05.08.2016

Nachdem das geforderte Quorum von 100 Unterstützern überschritten ist, möchte ich mich im Namen des AK bei allen Teilnehmern herzlich bedanken. Besonders beeindruckend waren die vielen persönlichen Kommentare. Dank auch den über 100 Bürgern, die kein E-Mail-Konto haben, die telefonisch oder persönlich ihre Unterstützung signalisierten.
Erinnert sei auch an die über 5000 Bürger, die vor 4 Jahren per Unterschrift für den Erhalt der Kapelle votierten.
Wenn entsprechend dem Vorschlag des baden-württembergischen Landesamtes für Denkmalpflege, die Kapelle auf dem Grundstück Bassermannstr. 28 platziert wird, dann sind die Denkmale der Fam. RA Dr. Frank (1. Weltkrieg) und die Theresienkapelle (2. Weltkrieg) nachbarschaftlich vereint.
Sie erinnern und mahnen u. a. die Nachwelt über die verheerenden Folgen - das millionenfache Leid und den millionenfachen Tod - den Staatsvölker erleiden mussten, weil großmannssüchtige Politiker ihre Macht missbrauchten.

Friedrich Meißer

19.07.2016

Die kleine Kapelle ist ein Symbol für die einmalige, unter höchster Lebensgefahr gezeigte, Nächstenliebe, die die über 150 Ordensschwestern unter der Leitung von Schwesteroberin Ludovica im 2. Weltkrieg praktizierten. Siehe dazu das Buch des Stadtarchivs "Zwischen Konformität und Gewissen" von 2003.
Die ehrwürdigen Schwestern haben in jener Zeit nicht nur mindestens 30 jüdische Frauen vor den NS-Schergen gerettet, sondern auch französische Zwangsarbeiter. Bereits im August 1945 berichtete Louis Céré von seiner "wundersamen Heilung in dem katholischen Krankenhaus".
Der Berichterstatter - Herr Hans Weckesser - zog schon 2003 das Fazit:
Im Theresienkrankenhaus Mannheim, das inzwischen mehrfach umgebaut, erweitert und modernisiert wurde, erinert heute nur noch die stilvolle, original erhaltene Kapelle an jene schlimme Zeit, in der ein Menschenleben fast nichts galt und mitunter doch unter dem höchsten je denkbaren Einsatz vieler gutgesinnter Mitmenschen gerettet wurden.

Antwort der Verwaltung

28.07.2016
Die Idee hat die notwendige Unterstützerzahl von 100 übertroffen und wird damit weiter bearbeitet (siehe Ablaufdiagramm https://ideenplattform-mannheim.de/mannheim/de/home/info/id/48). Derzeitiger Sachstand zur eingegebenen Idee: Mit dedr Vorlage V361/2014 wurde das Vorhaben geprüft und abgelehnt. https://buergerinfo.mannheim.de/buergerinfo/vo0050.asp?__kvonr=209317&search=1

Die letzten Unterstützenden

Hagel, Christoph

vor 322 Tagen
Ich unterstütze die Idee weil:

Erinnerung an eine Operation und viele Krankenbesuche; dies war immer ein Ort der Stille, der Hoffnung, des Trostes Traditionsstätte Mannheims

Anonymer Nutzer

vor 324 Tagen
Ich unterstütze die Idee weil:

Es wäre wirklich sehr schade, wenn mal wieder ein Stück 'Zeitgeschichte' dem 'Frotschritt' weichen müßte.

Brigitte Winter

vor 326 Tagen
Ich unterstütze die Idee weil:

Weil wir eng mit der Therresienkapelle durch Taufen, Gottesdienste für Silberne und Goldenen Hochzeiten usw. verbunden sind

Ulrich Winter

vor 328 Tagen
Ich unterstütze die Idee weil:

ein historisches Denkmal reißt man nicht unwiederbringlich ab, es ist ja schließlich auch ein Zeitzeuge.

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Kommentare (1)

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Friedrich

16.08.2016 12:54

Fazit des Herrn Plessing in seinem Gutachten:
In ökologischer Hinsicht wird die Fällung der Gehölze nicht nur vollständig ausgeglichen sondern überkompensiert.
Weitere zusätzliche Ersatzpflanzungen könnten am Rande des Luisenparks, z.B. an der Renzstraße gegenüber des Nationaltheaters, wo heute große Lücken im Baumbestand bestehen, vorgesehen werden.
Alle erforderlichen Maßnahmen werden mit den zuständigen Behörden der Stadt abgestimmt.